Duo Paratore über... |
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| Zeitgenössische Musik | Amerikanische Musikförderung | Vorbilder | | |
| Zeitgenössische Musik | |
| Musik
von lebenden Komponisten spielen wir mit besonderer Freude, weil man die
einmalige Möglichkeit hat, mit dem Schöpfer selbst über Details der
Inspiration zu sprechen. Diese Form der Kommunikation ist enorm
befriedigend, und manchmal ist man sehr traurig, dass es keine
Möglichkeit mehr gibt, sich etwa mit Mozart zu unterhalten. Oft sitzen
wir da und fragen uns, wie hat er dies und das gemeint? Wenn wir über ein
Stück von Manfred Trojahn oder Wolfgang Rihm sitzen, brauchen wir nur
anzurufen. Wir versuchen auch zeitgenössische Komponisten zu Werken für
zwei Klaviere anzuregen.
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| Amerikanische Musikförderung | |
| Natürlich
gibt es in den Vereinigten Staaten große Probleme durch private Musik-
bzw. Kulturförderung. Das hat viele Nachteile, vor allem einen, dass das
Repertoire immer konventioneller und kommerzieller wird. Aber dieses
System bringt auch Vorteile mit sich. Musikliebhaber in Amerika sind oft
viel leidenschaftlicher als in Europa, weil sie viel mehr selbst dazu
beitragen müssen. Man ist dort nicht so verwöhnt und überfüttert, wie
etwa in Deutschland. Dafür hat man hier viel mehr Freiheit für
innovativere, experimentellere Projekte und Programme, weil nicht alles
unmittelbar auf den Verkaufserfolg an der Abendkasse ausgerichtet ist.
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| Vorbilder | |
| Wir
bewundern die Brüder Kontarsky sehr, weil sie einen so bedeutenden
Beitrag für die Anerkennung der zeitgenössischen Musik und auch für die
Klavier-Duo-Idee allgemein geleistet haben. Am meisten aber schätzen wir
wohl das russische Duo Pierre Luboshutz/Genia Nemenoff.
Unbegreiflicherweise sind sie hierzulande kaum bekannt. Ihre Art und
Weise, gemeinsam Ritardandi und Rubato-Wirkungen zu gestalten, ist
unvergleichlich. Pierre Luboshutz ist längst tot. Aber Genia Nemenhoff
haben wir noch persönlich kennengelernt.
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